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Chirumiru

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1

Donnerstag, 5. Januar 2012, 16:03

Chiru's namenloser Buchstabenhaufen

Ja, wenn ich mal wieder so einen Artblock of Doom habe (so wie jetzt) fang ich an die Welt ein bisschen schlechter zu machen und schreibe eben Stories (um sie meistens nach zwei Wochen wieder aufzugeben) o:
Damit ich mal ein bisschen konstruktive Kritik bekomme und vielleicht nicht wieder gleich die Lust verliere, hab ich mich entschieden euch jetzt damit zu quälen xD
Ich weiß, mein Stil ist etwas... seltsam, aber es würde mich freuen, wenn ihr ab und zu mal reinschaut und mir ein bisschen Feedback geben könntet ^^'
(Das ist jetzt nichts Touhou-bezogenes und ich hoffe ich kann das trotzdem hier reinstellen o_o)

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1. Kapitel: The Very First Encounter
„Bitte bleiben sie alle dicht beisammen und verlassen sie nicht den Holzsteg.“ wiederholte sich die Fremdenführerin in nach wie vor brüchigem Englisch bestimmt schon zum fünften Mal an diesem Nachmittag. „Es kommt häufiger vor als sie denken, dass jemand im Moor versinkt.“ Ich konnte die Gesichter der anderen Touristen nicht sehen, da ich ihnen ganz am Ende der Karawane durch das Moor hinterherdackelte, aber ich konnte mir vorstellen, dass mindestens die Hälfte von ihnen sich im Moment schwor, den Anweisungen des Touri-Guides Folge zu leisten. Ich für meinen Teil tat es mit einem Augenrollen ab. Gut, es gab viele Idioten auf dieser Welt, aber wie sollte jemand im 21. Jahrhundert, der mit einer Gruppe von knapp fünfzehn Leuten unterwegs war und einigermaßen laut schrie, sobald er in Gefahr war, bitteschön hilflos im Moor versinken?
Du hattest auch schon bessere Ideen deine Freizeit zu füllen..., ging es mir durch den Kopf. Streng gesehen faszinierten mich Geschichte und kuriose Fakten aus längst vergangener Zeit schon, doch war es wirklich gut gewesen, einen solchen Ort mit einer Gruppe lärmender Touristen zu erkunden? Mal ganz von der Führerin abgesehen, die in einer Tour und mit gänzlich gelangweilter Stimme Fakten vor sich herbrabbelte, die weder spannend noch besonders überzeugend klangen.
Ich seufzte tief. Nun gut, der Trip konnte nicht mehr allzu lange dauern. Immerhin waren wir schon mindestens zwei Stunden unterwegs, vorbei an unzähligen Gräsern, Schlammgruben und größeren Pfützen. Schon immer hatten mich Moore fasziniert und von den vermeintlich gruseligen Horrorgeschichten hatte ich mich erst gar nicht abschrecken lassen. Mit dieser Reise in eines der größten von Moor bedeckten Gebiete Osteuropas, erhoffte ich mir wenigstens diesen Besuch in er Wirklichkeit zu erfüllen, bevor es zurück in den schleppenden Alltag ging. Vor dem graute es mir weit mehr, als vor Moorleichen und anderen Schauergeschichten.
Das plötzliche Stoppen der Menschenschlange vor mir riss mich aus meinen Gedanken und ließ mich beinahe in den übergewichtigen Amerikaner vor mir rennen. Etwas von der abrupten Unterbrechung gereizt versuchte ich zu erkennen, was die Gruppe veranlasst hatte anzuhalten.
Gleich darauf stieß ich ein leidvolles Stöhnen aus. Die Fremdenführerin war gerade dabei den Rest der Gruppe um sich zu scharen und schien irgendetwas über den Torfabbau im Mittelalter zu erzählen. Langweilig! nörgelte eine Stimme in meinem Kopf und ich konnte ihr da nur vollkommen zustimmen.
Desinteressiert ließ ich den Blick etwas schweifen, während alle anderen scheinbar interessiert an den Lippen des Guides hingen. Ich neige dazu auf dumme Ideen zu kommen, sobald mich nichts zu fesseln vermag und zu diesem Zeitpunkt war es mal wieder so weit. Mein Gesicht hellte sich sofort begeistert auf, als ich eine Art Pfad zwischen den unzähligen Pfützen und Grasbüscheln entdeckte. Er wirkte im Gegensatz zum Rest der Umgebung relativ trocken und begehbar, fast wie von unzähligen Füßen plattgetrampelt. Nur von welchen Füßen? Wie alt mochte der Pfad schon sein und welchem Zweck diente er? Oder was noch die brisanteste Frage war: Wohin führte er? Für ungefähr fünf Sekunden dachte ich über das Für und Wider nach, die bei der Idee aufkamen diesen Pfad alleine zu beschreiten. Bemerkt hätte es sicher keiner und im Grunde konnte ich doch auf mich selbst aufpassen. Immerhin war ich schon ein staatlich anerkannter Volljähriger mit meinen bescheidenen 18 Jahren. Schließlich warf ich noch einen kurzen Blick über die Schulter, um mich zu vergewissern, dass auch ja niemand auf mich achtete und setzte kurz darauf schon den ersten Schritt auf den Trampelpfad. Immer weiter folgte ich ihm, weg vom sicheren Holzsteg und weg von der schützenden Gruppe.
"Früher war ich auch ein Abenteurer, aber dann bekam ich einen Pfeil ins Knie..."

Chirumiru

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2

Donnerstag, 5. Januar 2012, 16:06

Laut fluchend zog ich meinen Fuß aus einer weiteren, zuvor kaum sichtbaren Schlammpfütze. Die schlammige Pampe schmatzte laut, als mein schmutzverschmiertes Bein wieder zum Vorschein kam, so als wäre ihr eine besonders leckere Zwischenmahlzeit entkommen. Das wievielte dämliche Loch war das jetzt? Auf jeden Fall klebte schon einiges an Schlamm an beiden meiner Beine und ihn loszuwerden hatte ich erst gar nicht versucht. Das einzige was mich daran wirklich beunruhigte, war allerdings der Gedanke an irgendwelche Insekten oder Würmer, die sich versteckt unter braunem Dreck aufmachen könnten mein Bein zu erkunden. Doch bis jetzt spürte ich noch nichts…
Missgestimmter denn je setzte ich meinen Weg, den Pfad entlang fort. Wie lange war ich schon unterwegs? Bestimmt zwanzig Minuten. Die anderen hatten sicher schon bemerkt, dass ich fehlte… oder auch nicht. Wer weiß, wie oft die Führerin ihre Gruppe durchzählte, oder ob sie es überhaupt tat… Es stand für mich auf jeden Fall außer Frage umzudrehen. Dafür war ich mittlerweile schon viel zu wütend auf diesen vermaledeiten Trampelpfad und seine Stolperfallen. Irgendwo musste das Mistding ja enden! Zumindest hoffte ich das…
Gerade als ich den Gedanken zu Ende gedacht hatte, tauchte urplötzlich ein verdammt steiler Abhang vor mir auf. Das Abfallen des Weges war mir zuerst wegen der schlammigen Farbe des gesamten Untergrunds und des ohnehin kargen Lichts kaum aufgefallen und so schlitterte ich erst auf dem Hintern, dann auf dem Bauch das Gefälle hinab.

Ich hätte schreien können, jedoch überraschte mich das Ganze zu sehr und der Schrei blieb mir im Hals stecken. Völlig perplex kam ich am Ende des Abhangs zum Stehen, blieb einen Moment reglos liegen und konzentrierte mich regelrecht darauf zu regelmäßig Atmen. Dann richtete ich mich langsam auf, prüfte schüttelnder Weise alle Gliedmaßen. Immerhin ist nichts gebrochen… Erst jetzt realisierte ich meine Umgebung und deren Anblick ließ mich erneut verstummen.
Ein kaltes Schauern kroch ausgehen von meinen Nackenhaaren den Rücken hinab. Das Konstrukt aus Stein, das sich vor mir auftürmte, ähnelte einer Art breitem Altar, um den, im Halbkreis angeordnet, insgesamt sechs Steine standen, auf jeder Seite drei Stück. Ihre Form ähnelte einer Art kleinem Hinkelstein und in den von Moosen bewachsenen Steinkörper war jeweils ein seltsames Symbol geritzt worden. Mit gerunzelter Stirn strich ich mit den Fingern über die Zeichen. Ihre Umrisse wirkten verwaschen und waren von der Ferne kaum noch zu erkennen. Die müssen schon unglaublich alt sein…schoss es mir durch den Kopf, während ich versuchte, sie zu deuten. Das Symbol auf dem Stein direkt vor mir schien irgendetwas Gehörntes darzustellen, jedoch war kaum zu erkennen, welches Tier oder eher welches Ding es genau zu sein schien. Ein anderer Stein zeigte eine Art Strichmännchen mit Flügeln, das einen Arm nach oben streckte, wiederrum ein anderer zeigte etwas, das für mich aussah wie ein Feuer, dessen geschnörkelte Flammen munter tanzten. Aus den anderen Zeichen konnte ich jedoch nichts Sinnvolles schließen.
Immernoch bis aufs äußerste von Neugier geplant wandte ich mich dem Altar zu. Auch auf seinen Rändern fanden sich Symbole und ich zuckte erschrocken zusammen, als ich erst jetzt das Ding sah, das dort auf dem fast schwarzen Gestein lag. Es war ein Schädel, von Wetter und Verfall schon fast so dunkel angelaufen wie der Stein, auf dem er lag. Da ich davon ausging, dass es sich hier nicht um einen Affen handelte, musste er wohl tatsächlich menschlich sein. Auch meine nächste Frage: Ob der wohl echt ist? erschien mir im nächsten Moment schon unglaublich trivial.
Mein Blick suchte ein weiteres Mal die Steine und den Altar ab. Was zur Hölle war das hier? Eine Art religiöse Stätte? Auf jeden Fall nichts christliches, soviel hatte ich im Lauf meines doch eher halbherzig spirituellen Lebens schon mitbekommen. Vielleicht steckte irgendeine kranke, längst ausgestorbene Sekte dahinter. Wer wusste schon, wie lang das ganze Zeug hier schon vor sich hergammelte?
Ein saftiges Schmatzen riss mich aus meinen Gedanken und veranlasste mich automatisch Richtung Boden zu sehen. Im selben Moment weiteten sich meine Augen geschockt. Ich war schon wieder in ein Schlammloch geraten, dass direkt vor dem Altar auf mich gelauert hatte. Dieses Mal steckte ich sogar beidbeinig in der Scheiße. Ob es dafür wohl schon ein Sprichwort gab? Was zur Hölle denkst du dir da gerade?!
Verzweifelt versuchte ich einen Fuß herauszuziehen, doch keine Chance. Mir fehlte die Kraft eines freien Beins, um mich aus dem Schlammloch zu befreien. Panik breitete sich schlagartig in mir aus, umklammerte mit eiskalten Fingern meine Eingeweide und brachte mich dazu wild mit den Armen zu fuchteln, um mich aus meinem Gefängnis zu befreien. Doch keine Chance. Das Moor dachte gar nicht daran mich freizugeben, sondern saugte mich immer weiter in seine Tiefen. Mit der Verzweiflung kamen auch die Tränen, die mir sofort in die Augen stiegen. „Bitte nicht…“ schluchzte ich leise. Augenblicklich kamen mir Bilder der Moorleichen in den Sinn. Grotesk verzerrte Gesichtszüge, auf trockener, grauer Haut über den leblosen Schädel gestülpt. Die dürren Gliedmaßen hilflos an den Körper gekrallt. „Ich will hier nicht sterben!“ Diesmal schien meine Stimme wieder halbwegs zurückzukehren und ich schrie um Hilfe so laut ich konnte. Doch schon nach dem zweiten kläglichen Ruf war mir klar, dass es nichts nützen würde. Ich war zu weit von allem entfernt, das mich hätte retten können. Meine eigene Dummheit und Naivität hatte mich geradewegs in mein Verderben geleitet.
Wieder versuchte ich in einem verzweifelten Aufbäumen meiner Kräfte ein Bein freizubekommen, doch mittlerweile schmiegte sich die schlammige Masse schon hüfthoch an mich.
"Früher war ich auch ein Abenteurer, aber dann bekam ich einen Pfeil ins Knie..."

Chirumiru

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3

Donnerstag, 5. Januar 2012, 16:07

„Sieht so aus, als stecke da jemand in Schwierigkeiten.“
Mein Herz setzte einen Moment aus. Eine Stimme, männlich, seltsamer Akzent. Mein Gehirn sendete scheinbar belanglose Fakten durch die Panik an den letzten Rest Vernunft in meinem Verstand. Doch es genügte, um mich voller Hoffnung aufsehen zu lassen. War hier draußen wirklich jemand, der meinem Rufen hätte folgen können?
Die Augen immernoch voller Tränen hob ich sofort den Kopf. „Gott sei Danke, sie…“ doch ich verstummte schlagartig, als ich sah, wer, oder eher was, dort über mir, auf dem Altar saß. Er… es sah auf den ersten Blick tatsächlich aus wie ein normaler Mann, wohl etwas älter als ich. Doch gleich darauf fiel wohl jedem auf, dass an ihm etwas nicht stimmte. Seine Haut wirkte fahl, fast gräulich und seine Augen lagen in tiefen Schatten, die die blutrote Iris umso mehr betonten. Dieser Effekt beschwor das Gefühl ihn mir herauf, von seinen hämischen Blicken direkt durchbohrt zu werden.
Seine Haare hingen ihm ohne Recht und Ordnung strähnig ins Gesicht und waren von einer faszinierenden Farbmischung zwischen schwarz und rot, soweit so etwas überhaupt möglich war… Darüber hinaus schien nicht einmal seine Kleidung sonderlich normal, denn sie bestand aus einem schlichten schwarzen Umhang mit wehenden, langen Ärmeln und Kapuze, die er um den Körper gebunden trug. Er trug nicht einmal Schuhe, sondern saß vollkommen barfüßig auf dem Altar. Selbst wenn jemand all diese Fakten übersah, sprachen doch die zwei langen, schwarzen Hörner auf seinem Kopf für die Tatsache, dass hier vor mir auf jeden Fall kein Mensch saß.
„Überrascht?“ fragte er in fast belustigtem Tonfall. „Zugegeben, ich bin fast positiv von deiner Reaktion überrascht. Der letzte dem ich begegnet bin, ist schreiend davongelaufen.“ Er hob eine Augenbraue und betrachtete abschätzend die Schlammgrube, in der nach wie vor mein gesamter Unterleib steckte. „Allerdings dürfte sich das für dich auch als ein wenig … schwierig gestalten, nicht wahr?“ In jeder anderen Situation hätte ich ihm wohl für das Grinsen, das er jetzt aufsetzte, eine verpasst, aber meine Lage sprach für sich. Ich beschloss meine Verärgerung herunterzuschlucken sowie einfach mal davon auszugehen, dass ich nicht irgendwelche Wahnvorstellungen im Angesicht des Todes hatte und fragte mit zittriger Stimme: „K-könnten sie mir vielleicht… h-hier raush…“ Er unterbrach mich abrupt, indem er eine Hand hob und tadelnd den Kopf schüttelte. „Jetzt mal langsam! Ich hatte gerade schon geplant, dir so etwas vorzuschlagen.“ Mir so etwas ,vorzuschlagen‘?
Sein abfälliges Grinsen verwandelte sich in ein beunruhigendes Lächeln. „Wie du wohl ohne Zweifel schon bemerkt hast, bin ich keiner von euch erbärmlichen Sterblichen.“ begann er mit ruhiger Stimme zu erklären. Ich, in meiner Todesfalle weiterhin gefangen, schob meinerseits bloß immer mehr Panik. Gut, er war wohl meine einzige Rettung, aber glaubte er wirklich, er hatte die Zeit, sich hier in irgendwelchen wahnwitzigen Geschichten zu verlieren?! Wahrscheinlich ist der Kerl sowieso vollkommen durchgedreht… Hatte ich nicht erst vor ein paar Wochen von einem Mann in den USA gelesen, der sich dank einer geistigen Krankheit für einen Dämonen hielt, und sich daraufhin zwei waschechte Hörner auf den Kopf hatte operieren lassen? Davon gab es wahrscheinlich noch mehr. Eine andere Erklärung fiel mir für die Gestalt vor mir einfach nicht ein…
„Aber wie ich eure unglaubliche Beschränktheit kenne, hast du wahrscheinlich noch keine Ahnung was ich wirklich bin!“ erklärte der Gehörnte weiterhin. Er schien langsam Gefallen daran zu finden, denn er sprang in einer flinken Bewegung auf und schritt auf dem Altar hin und her. „Ihr habt mir schon viele Namen gegeben. Oh ja, sehr viele.“ Er lachte leise, dann breitete er urplötzlich triumphierend die Arme aus und sah sie von oben mit seinen roten Augen an. „Wie findest du zum Beispiel Baphomet? Oder gefällt dir Diabolus besser? Einer meiner Favoriten ist ja Luzifer, aber am gängigsten dürfte dir wohl Satan sein…“ Sein Gesicht verzog sich zu einem Grinsen, dass mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Auch wenn für mich langsam klar war, dass ich es tatsächlich mit einem Geisteskranken zu tun hatte, erschien mir dieser Kerl hier doch beunruhigend überzeugend und… da war noch etwas anderes. Etwas, dass ich mit Worten nicht zu beschreiben wusste. Eine Art Gewissheit, die mir sagte, dass ich tatsächlich vor dem Teufel stand.
Der Gehörnte schien mein Schweigen richtig zu deuten, ließ sich wieder sitzenderweise auf den Altar fallen und verschränkte die Arme. „Gut um auf den Punkt zu kommen… mir ist relativ egal, ob du mir nun Glauben schenkst oder nicht. Ist dein Leben, nicht meins.“ Er zuckte teilnahmslos mit den Schultern. „Aber ich möchte dir… eine Art Vertrag vorschlagen.“ Er lachte amüsiert. „Ein Pakt mit dem Teufel, klingt das nicht spannend für dich als Sterblichen?“
Spannend? In jeder anderen Lag hätte ich wohl dankend abgelehnt, wäre auf dem Absatz umgekehrt und zurück nach Hause geschlendert um mir eine Tasse Tee zu machen und den seltsamen Kerl ganz schnell wieder zu vergessen. Doch in dieser Lage hatte ich, so schmerzlich es auch war, wohl keine andere Wahl und ehrlichgesagt auch kaum etwas zu verlieren, oder? Ich spürte bereits, wie sich die schlammige Brühe langsam über meine Brust legte. „Was… was ist das für ein Vertrag?“ fragte ich mit zittriger Stimme, auch wenn ich versuchte dabei überzeugend gefasst zu klingen. Der Teufel hob wieder eine Augenbraue. „Oh, du denkst wohl im Voraus, was Kleine?“ Ein leises Lachen. „Nicht dumm… Nun, mein Part des Pakts dürfte einigermaßen klar sein: Ich hole dich aus diesem Schlammloch. Im Gegenzug solltest du mir dann… ein oder zwei Gefallen erfüllen.“ Er machte eine unbestimmte Handbewegung. „Nichts großes, keine Angst. Ganz leichte Sachen, kaum der Rede wert.“
Ich ließ mir das ganze hastig noch einmal durch den Kopf gehen. Dass er diese „Gefallen“ nicht weiter ausführte gefiel mir zwar nicht besonders, jedoch wurde mir langsam die Zeit knapp. Das wird schon nicht so schlimm werden…, versuchte ich mir Hoffnung zu machen und schluckte schwer, um meine Stimme wieder etwas zu festigen. „G-gut… Machen wir diesen… Vertrag.“
„Wunderbar~“ Ich konnte kaum so schnell Gucken, da stand der Gehörnte auch schon direkt vor mir und sah mit einem seltsamen Gesichtsausdruck auf mich herab. Er schien sich einerseits nach wie vor köstlich zu unterhalten, aber… da war plötzlich noch etwas anderes. Anspannung? Mal ganz davon abgesehen schien er keineswegs im Schlamm zu versinken, was mich im ersten Moment vollkommen davon ablenkte, was er dort über mir überhaupt tat.
Er legte jeweils die Spitzen von Zeige- und Mittelfinger beider Hände aneinander und murmelte etwas für mich Unverständliches. Das was ich von den Worten mitbekam, klang für in meinen Ohren nicht einmal wie eine richtige Sprache.
Fasziniert beobachtete ich, wie sich leuchtende Lichtfäden um seine Finger bildeten und wie die Orbitale eines Planeten um seine Hände Ringe bildeten. Spätestens jetzt konnte ich also die Theorie verwerfen, dass er bloß ein Spinner war….
Als sich ein paar leuchtende Fäden manifestiert hatten, löste er die Finger voneinander und ließ eine Hand über meinem Kopf schweben. Die leuchtenden Ringe folgten ihr.
„Das könnte jetzt etwas weh tun…“ meinte er beiläufig, doch fuhr augenblicklich fort, ohne dass ich etwas auch nur erwidern konnte: „Keine Angst, du wirst ohnehin gleich ohnmächtig.“
„Was…?!“ bekam ich noch heraus, als er urplötzlich seine Hand vollständig auf meinen Kopf sinken ließ, welche sich sofort in meinem Haaren festkrallte, wie eine angriffslustige Spinne.
Ich hatte nicht einmal die Zeit zu schreien, da nahm mich bereits eine beruhigende, dumpfe Dunkelheit vollkommen ein.

(haltet mich bitte nicht für verrückt xD)
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Sanjoese

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Samstag, 15. September 2012, 22:45

Wow hier kam ja viel Feedback tststs. Nebenbei closed, da hier schon zu lange nichts mehr kam.